Vor 55 Jahren, am 12. Mai 1965, haben die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen. Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende der Jungen Union Remscheid, Fabian Knott:

„Dass Deutschland und Israel seit fast sechs Jahrzehnten offizielle diplomatische Beziehungen unterhalten, ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn uns dies heute manchmal so erscheinen mag. Nur 20 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und des millionenfachen Mordes an den europäischen Juden war es eine große Geste des israelischen Staates, mit dem Land, aus dem viele Täter der NS-Zeit stammten, solche engen Beziehungen einzugehen. Insofern ist der heutige Tag ein Anlass zur Freude und zugleich ein Auftrag, dieses besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Israel weiter in besonderer Weise zu pflegen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung bezeichnet die deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen als ‚eines der größten Wunder der deutschen Geschichte‘, welches sich dem Einsatz von Staatsmännern wie David Ben Gurion, Konrad Adenauer und Ludwig Erhard verdanke. Aus einem schwierigen Verhältnis ist in der Tat eine einzigartige Freundschaft, ‚aus historischer Verantwortung tiefe Partnerschaft geworden‘.

Eine Städtepartnerschaft zwischen unserer Heimatstadt und einer israelischen Kommune gibt es leider immer noch nicht. Und so konnte Oberbürgermeister Mast-Weisz in seiner gestrigen Pressemitteilung auch nur auf die Partnerschaft zwischen Solingen und Ness Ziona hinweisen und mitteilen, es gäbe ‚Bestrebungen, eine Partnerschaft mit einer israelischen Stadt einzugehen.

Diese Bestrebungen gibt es aber schon recht lange – bisher ohne greifbaren Erfolg. Bereits am 10. Oktober 2018 hatte sich die JU Remscheid für eine Städtepartnerschaft mit einer israelischen Kommune ausgesprochen. In der Ratssitzung vom 27. Februar 2020 hat die Verwaltung informiert, dass die Stadt die Bemühungen des Röntgen-Gymnasiums um den Aufbau einer Partnerschaft mit einer Schule im israelischen Petach Tikwa unterstütze. Die JU Remscheid begrüßt die Bemühungen des Röntgen-Gymnasiums ausdrücklich, erhofft sich von der Stadtspitze aber mehr als nur Lippenbekenntnisse zu Jubiläen und mehr Eigeninitiative.

Trotz der jahrzehntelagen diplomatischen Beziehungen zwischen unseren Ländern gibt es immer noch Antisemitismus in unserem Land. Dieser zeigt sich in übersteigerter Israel-Kritik und auch mitten in der Gesellschaft in Form von Vorurteilen gegenüber ‚den‘ Juden. Hier müssen wir weiter wachsam bleiben und aktiv sein. Daher wäre ein Anti-Extremismus-Beauftragter, wie von der JU vor kurzem gefordert, so wichtig, um Antisemitismus auch in Remscheid die Stirn zu bieten.“

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