Vor einigen Jahren wurde der Remscheider Bücherbus aus dem Verkehr gezogen. Jetzt ist die Zeit für einen Neustart, meint der Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU) Remscheid, Fabian Knott, der gleichzeitig auch CDU-Ratskandidat für den Wahlbezirk Zentralpunkt/Struck ist:

„Manchmal zeigt sich mit etwas zeitlichem Abstand, dass früher zwar nicht alles besser, aber auch nicht alles schlechter war. Es gibt durchaus Dinge aus der Vergangenheit, die auch gut in die heutige Zeit passen. ‚Wenn die Kinder nicht mehr in die Bücherei kommen, dann muss die Bücherei zu den Kindern kommen. Das ist eine alte Idee. Und vor Jahren gab es den Bücherbus, der regelmäßig die Stadtteile anfuhr. Es war der Stadt kein Geld wert, in diese Grundversorgung weiter zu investieren. Es ist an der Zeit, diesen Fehler zu korrigieren‘, kommentierte im Februar 2019 der Remscheider Journalist Christian Peiseler. Das sieht die JU Remscheid genauso. Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen. Es ist aber sehr wohl schlimm, wenn man diese Fehler nicht korrigiert. Und genau dazu ist jetzt die Zeit.

Wir haben tolle Bibliotheken in Remscheid. Die Bibliothekarinnen und Bibliothekare und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisten gute Arbeit. Doch offenkundig erreichen die Zentralbibliothek an der Scharffstraße und die Stadtteilbibliotheken in Lennep und Lüttringhausen nicht alle Menschen. Wir wollen nicht, dass bildungsfernere Schichten weiter abgehängt werden. Nicht jeder – das trifft ältere Menschen genauso wie Kinder und Jugendliche – möchte oder kann sich seinen wöchentlichen Lesestoff in den Büchereien abholen. Aber diese Menschen würden sich bestimmt über die Möglichkeit freuen, in einem Bücherbus, der zu ihnen in die Straße kommt, Bücher und andere Medien auszuleihen. Die Idee des Bücherbusses ist alt – und zugleich modern. Bücher und Bildung, so unsere Auffassung, dürfen nicht vom eigenem Budget oder der eigenen Mobilität abhängen. ‚Ein Bücherbus gehört zur Grundversorgung‘, schrieb Peiseler in seinem Kommentar. Die Stadt sollte sich ihrer kommunalen Verantwortung für diese Grundversorgung bewusst sein. Ein Bibelwort sagt: ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.‘ Ein gutes Buch, angeliefert vom Bücherbus, darf auch dazugehören.“

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